In unserem großen Terrarium machen sich seit guten 7 Jahren niedliche Wasseragamen breit. Begonnen haben wir mit 2 sehr jungen Weibchen (war zu dem Kaufzeitpunkt natürlich noch nicht feststellbar) und haben nach zwei jahren ein junges Männchen dazugesellt. Leider ist im Herbst 2006 eines unserer Weibchen verstorben, so dass sich jetzt ein Pärchen das Terrarium teilt.
Für das gewünschte Terrarium war der Stellplatz sehr schnell ausgemacht. Direkt gegenüber der Hauseingangstür. Das Terrarium ist aufgrund eines leistungsfähigen HQL -Strahlers, sowie mehrer Wärmelampen sowie einiger zusätzlicher Lampen, welche im Terrarium montiert werden, unabhängig vom Tageslicht. Ausserdem wird durch die Terrarienlampen unser relativ dunkler Hausflur heller.
Das Terrarium wird geliefert. Die auf dem Papier definierten Abmessungen waren in Wirklichkeit erschreckend groß. Hoffentlich hatten wir uns nicht vermessen und das Terrarium passt in seine vorgesehene Ecke. Damit es überhaupt durch Treppenhaus und Eingangstür gepasst hat, mussten Füsse und obere Abschlusskante erst nachträglich montiert werden.
Montage des Hauptscheinwerfers. 85W HQ-I Strahler mit ordentlichem UV-Anteil. Der Strahler sieht aus wie ein Studioscheinwerfer und wird durch die Terrariendecke eingesetzt und fest verschraubt.
Skeptisch wird der Aufbau des Terrariums begutachtet. Schliesslich waren im Vorweld dieser Aufbauaktionen schon 2 Scheiben zu Bruch gegangen.
Mit Silikon wird hier die Decke auf dem Aluprofilrahmen befestigt.
In der Decke ist ein Spalt für die Durchlüftung gelassen. Der Spalt wird professionell mit einem Gitter geschlossen, damit die Bewohner zwar genügend frische Luft bekommen, aber nicht ausbüchsen können.
Da steht es an seinem vorbestimmten Ort : direkt gegenüber der Hauseingangstür, allerdings fehlt noch die Hauptbeleuchtung und die obere Zierblende.
Aufbau abgeschlossen. Die weiteren Arbeiten kann ich selbst erledigen, Hauptsache es steht stabil in der Ecke und kippelt nicht. Das Terrarium wirkt ganz schön groß, insbesondere dadurch, dass noch keinerlei "Innenleben" vorhanden ist.
Die ersten Ideen bzgl. der Wasserstelle sind leider vollkommen fehlgeschlagen. Eigentlich war die Idee gut, eine normale Plastikwanne zu verwenden und nach unten durch das Terrarium einen Abfluss zu bauen. Das Plastikbecken sah einfach nur unbefriedigend aus.
Zu den allerersten baulichen Maßnahmen gehörte es, die Rückwand mit einer dicken Schicht (Platten) Styropor zu bekleben. Diese wird später dann entsprechend geformt und gestrichen. Wir haben für die Rückwand 5cm starke Platten verwendet.
Damit die Tiere später auch in verschiedenen Höhen gute Sitz-/Liegepositionen haben, wurde unter Einsatz der geplanten Zusatzbeleuchtungen (Wärmespots) die Position für einige Liegeflächen anhand der Temperatur ermittelt. Auch die Liegeflächen sind vollständig aus Styropor. Was jetzt noch relativ "unvollkommen" und "unrealistisch" aussieht, wird sich später durch die Verwendung von Terpentin (zur Modellierung) einfach "hübsch" machen lassen.
Die Terrariumrückwand wird mit einigen "Blumenkästen" (aus Styropor) versehen. Damit besteht später die Chance dort Blumenerde und einige Pflanzen einzusetzen.
Ungestrichen, aber in der oberen Terraiumhälfte in der Rohfassung fertig. Zu sehen hier der HQI-Strahler sowie ein Wärmespot (mittlerweile haben wir derer 3)
Wie bekommt man nun die glatten Styroporplatten in einen relastisch anmutenden Zustand ?
Ganz einfach : durch das SANFTE Betupfen des Styropors mit einem in Terpentin getränkten Schwammes. Aber Achtung : das Terpentin frisst sich mit atemberaubender Geschwindigkeit in das Styropor und kann dabei übel aussehende Löcher fressen.
Wenn die Rückwand bzgl. der gewünschten Struktur fertiggestellt ist, muss noch dafür gesorgt werden, dass sie
a. realistisch aussieht und
b. die Tiere später mit ihren scharfen Krallen das Styropor nicht beschädigen

Hierfür haben wir als Farbe eine Mischung aus Fliesenkleber und entsprechender Abtönfarbe verwendet. Optisch ist die Farbe wirklich gut gelungen und nach dem Aushärten des Anstriches wirkt der Fliesenkleber wirklich Wunder : die Oberfläche ist Knochenhart. Nachdem dieser Auftrag vollständig ausgetrocknet war, wurde er hinterher 2x mit farblosen Lack überstrichen. Bislang mussten wir nur wenige kleine Stellen ausbessern, insbesondere dort, wo die Bewohner täglich hoch- und runterklettern.
Wer genau hinsieht wird feststellen, dass in der Rückwand sehr viele kleine weisse "Sprenkel" zu sehen sind. Es soll nicht verschwiegen werden, dass das Streichen der sehr unebenen Rückwand einige Zeit in Anspruch genommen hat, bis auch der letzte weisse "Sprenkel" mit Farbe überdeckt war.
Eigentlich war geplant, dass Terrarium mit einem permanent aktiven Wasserlauf zu versehen. Das Wasser sollte unten aus dem Wasserbecken (geformt aus 2 15cm dicken Styroporklötzen) herausgepumpt und mittels einer Aquariumpumpe hinter dem Terrarium wieder hochgepumpt werden. Die Idee haben wir aus technischen Gründen dann komplett fallengelassen. Geblieben war nur der relativ häßliche Wasserlauf über dem Wasserbecken.
Erste Version der Rückwand fertiggestellt. (Stand 2006) Jetzt haben wir (Stand 2010) einige Änderungen an der Rückwand durchgeführt, mit neuen Pflanzen besetzt, so dass es mittlerweile wirklich relativ realistisch aussieht.